Curryblätter (Karapincha)

BESCHREIBUNG/GESCHMACK

Curryblätter sind klein und lang, schmal und oval geformt, verjüngen sich zu einer Spitze und sind durchschnittlich 2–4 Zentimeter lang und 1–2 Zentimeter breit. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter wachsen gefiedert entlang eines Stiels, und jeder Zweig kann bis zu zwanzig dicht gebündelte Blätter tragen. Curryblätter sind äußerst aromatisch und haben einen kräftigen Geschmack, der mit Zitrusfrüchten, Asafoetida, Anis und Zitronengras verglichen wird. Beim Kochen haben Curryblätter einen milden und leicht scharfen Geschmack mit nussigem Aroma.

JAHRESZEITEN/VERFÜGBARKEIT

Curryblätter sind das ganze Jahr über erhältlich.

AKTUELLE FAKTEN

Curryblätter, botanisch als Murraya koenigii klassifiziert, wachsen an einem laubabwerfenden Baum, der eine Höhe von 2–5 Metern erreichen kann und zur Familie der Rutaceae gehört, zusammen mit Zitrusfrüchten und Weinraute. Auch bekannt als Karieppilai, Karivepaaku, Kari Patta und süße Neemblätter, gedeihen Curryblätter in tropischen und subtropischen Klimazonen und sollten nicht mit Currypulver verwechselt werden. Curryblätter sind ein frisches Kraut vom Currybaum, während Currypulver eine Gewürzmischung aus Samen, Gewürzen und Kräutern mit völlig anderem Geschmack ist. Curryblätter dürfen auch nicht mit der Curry-Pflanze Helichrysum italicum verwechselt werden, da diese nicht verwandt ist.

NÄHRWERT

Curryblätter liefern Vitamin A, Vitamin B, Mineralstoffe, Aminosäuren und Alkaloide.

VERWENDUNG

Curryblätter eignen sich am besten für gekochte Anwendungen wie Kochen, Dämpfen oder Anbraten. Sie werden häufig in der süd- und westindischen Küche verwendet und ähnlich wie Lorbeerblätter eingesetzt, obwohl die Blätter nach dem Kochen essbar sind und nicht entfernt werden müssen. Curryblätter verleihen Eintöpfen, Currys, Suppen, Reisgerichten und Linsengerichten ein frisches Aroma. Die Blätter werden meist vom Stiel entfernt, in heißem Öl mit anderen Gewürzen frittiert und entweder als Basis für ein Gericht verwendet oder über ein fertiges Gericht gegossen. Curryblätter passen gut zu Linsen, Joghurt, Kokosmilch, Aromaten wie Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer, Senfkörnern, Chilischoten, Austernsauce, Erbsensprossen, Auberginen, Schweinefleisch und Fisch. Sie halten sich bis zu zwei Wochen frisch in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank und bis zu sechs Wochen im Gefrierschrank.

ETHNISCHE/KULTURELLE INFORMATIONEN

In Indien werden Curryblätter seit der Antike in der traditionellen ayurvedischen Medizin verwendet und ihnen werden entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben. Die Blätter können zu einem Tonikum gekocht oder gemahlen verwendet werden, um den Verdauungstrakt zu unterstützen sowie Haar und Haut gesund zu halten.

GEOGRAPHIE/GESCHICHTE

Curryblätter sind heimisch und werden besonders in den südlichen und westlichen Regionen Indiens verwendet. Sie wurden anschließend durch indische Migranten verbreitet und werden in ganz Asien in Hausgärten angebaut. Heute sind frische Curryblätter auf Spezialmärkten und in Geschäften in Sri Lanka, Indien, Pakistan, Bangladesch, Burma, Fidschi, Malaysia, Südafrika, Europa und den Vereinigten Staaten erhältlich.